Glasform

Die Glasform

hat Einfluss auf den Geschmack. (Quelle: www.sahm.de) Der Einfluss der Gefäßform ergibt sich beim Bier aufgrund der unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung von Bier und Bierschaum. Während im Schaum die Hopfen-Bitterstoffe angereichert sind, besitzt das Bier einen erhöhten Gehalt an Substanzen, die aus dem Malz stammen. Diese sind vor allem für den süßlich-fruchtigen Geschmack des Getränks verantwortlich. Für den ersten Geschmackseindruck ist deshalb die Relation von Schaum und Flüssigkeit maßgeblich: Eine Biersorte aus zylindrischen Gläsern mit hoher Schaumkrone schmeckt deshalb im ersten Moment ganz anders als die gleiche Sorte aus einem breiten kelchartigen Becher mit niedriger Schaumkrone.

Darüber hinaus steuert die Glasform natürlich auch den Fluss des Bieres und bestimmt so den Punkt, wo der Gerstensaft auf die Zunge auftrifft. Das ist insofern von Bedeutung, da bei einigen Gläsern sich die Zungenspitze unterhalb des Glasrandes befindet und deshalb ein Großteil der Geschmackskomponenten gar nicht erst wahrgenommen werden kann.

Das Bier wird in diesem Fall nur mit dem Zungenhintergrund geschmeckt, an einer Stelle, an der lediglich die Bierbitterstoffe empfunden werden. Kann das Getränk hingegen die gesamte Zunge ungehindert umfließen, kommen alle Geschmackskomponenten des jeweiligen Bieres voll zur Geltung. Abgesehen davon ist die Glasform auch für die Fließgeschwindigkeit des Bieres verantwortlich.

Generell gilt, je langsamer ein Bier fließt, desto eher haben Zunge und Nase die Möglichkeit alle Geschmackskomponenten des jeweiligen Gerstensaftes zu erfassen.