Facebook & Co - Applets sind datenschutzwidrig

Die auf bald jeder Homepage vorhandenen Direkteinbindungen zu Facebook, Google & Co kommen nicht ganz zu unrecht immer mehr ins Gerede: denn nicht abzustreiten ist, dass diese kleinen Code-Stückchen persönliche Daten im Hintergrund an das jeweilige soziale Netzwerk übermitteln. Nicht einmal ein aktiver Login ist dafür notwendig. Und dies alles ohne Wissen des/der BenutzerIn der Homepage, oder einer Möglichkeit dies zu verhindern.

Aber nicht nur das: auch für den Homepagebetreiber ist es unmöglich in Erfahrung zu bringen, was dieser Code bei seinen SeitenbesucherInnen "anrichtet" - um beispielsweise vorbildlich darüber aufzuklären. Denn Transparenz ist insbesondere bei Facebook kein Bestandteil der Firmenkultur, Facebook droht Heimseiten die nicht bedingungslos und ungefragt alle Spielchen sogar mitspielen mit Ausschluss.

So nebenbei sind die ganzen "Like-Buttons" und "Plugins" auch richtige Performance-Killer: im Extremfall lädt die Seite um 25% langsamer.

Deutschland Datenschutz wegbereiter

Es ist also durchaus konsequent, wenn der "Düsseldorfer Kreis" zum Datenschutz in sozialen Netzwerken am 08 Dezember 2011 einen sehr weitgehenden Beschluss gefasst hat. Ein Auszug daraus:

Das direkte Einbinden von Social Plugins, beispielsweise von Facebook, Google+ oder Twitter, in Websites deutscher Anbieter, [...] ist ohne hinreichende Information der Internetnutzerinnen und -nutzer und ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, die Datenübertragung zu unterbinden, unzulässig.

In Folge dessen ist beispielsweise in Deutschlands nördlichstem Bundesland der "Facebook-Like-Button" bereits illegal, weil es schlichtweg unmöglich ist, aufgrund der Intransparenz der sozialen Netzwerke eine datenschutzkonforme Aufklärung zu bieten.

Trotzdem mit gutem Gewissen nutzen

Keinesfalls soll jetzt prinzipiell gegen soziale Netzwerke argumetiert werden. Wer sie nutzen will, soll es tun. Auch edelBier macht es. Es geht nur darum, dass niemand UNGEFRAGT zur Benützung gezwungen werden soll, wenn er/sie in Wahrheit sich gerade auf einer ganz anderen Seite befindet. Wer sich im Internet bewegt, soll dies tun können ohne dass Facebook im Hintergrund ungefragt alles mitprotokolliert.

edelBier verwendet daher auf seiner Homepage ausschließlich

statische Buttons

Dies sind selbsterstellte Links auf die sozialen Netzwerke. Erst wenn Sie aktiv auf einen dieser Buttons klicken, wird eine Verbindung zum sozialen Netzwerk aufgebaut und Datenausgetauscht. Es gibt keinen Fremdcode auf der Seite, vorallem wenn diese nur zur Betrachtung geladen wird.

Quelle:

Die Anleitung für die Erstellung statischer (datenschutzkonformer) Buttons und ein Teil dieses Berichtes stammen von der Homepage perun.net

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